Der Bürgertreff fand am 6. Mai in den Räumen der Nehemia-Initiative in der Winterstraße statt. Zum Thema „Gestaltung des Werderplatzes ohne Parkplätze“ hatte sich eine große Anzahl Interessierter eingefunden.
Unter den Gästen konnte Frau Dr. Hillesheimer, Vorsitzende der Bürger-Gesellschaft der Südstadt, unser Ehrenmitglied Ottmar Huber, Stadtrat Friedemann Kalmbach, den langjährigen ehemaligen Stadtrat Michael Zeh sowie Herrn Linder und Herrn Dollinger von den BNN begrüßen.
Zunächst berichtete Frau Hillesheimer das Neueste aus der Vorstandsarbeit der BGS und aus der Südstadt.
Die 1. Etappe der Instandsetzung des Spielplatzes im Grünstreifen ist inzwischen mit der Seilrutsche und dem Sandkastenbereich abgeschlossen.
Erfreulicherweise hat der Gemeinderat einstimmig befürwortet, dass eine Tunnellösung auf der geplanten Gütertrasse ebenso geprüft werde soll wie die von der Bahn bisher vorgeschlagene „Trogvariante“. Die Stadtverwaltung will den politischen Weg einschlagen und dies sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene vorschlagen.
Frau Hillesheimer wies auf einige bevorstehende Termine hin:
am 8. Mai eine BNN-Wanderung durch die Südstadt
am 9. Mai auf das Südstadtfestival im Hof der Uhlandschule
am 28. Juni Hofflohmarkt in der Südstadt
am am 12. Juli feiern wir das 15jährige Bestehen unseres Bücherschranks
(Näheres hierzu in diesem RUDI)
Anschließend gab sie einen Überblick zum aktuellen Stand der Gestaltung des Werderplatzes. Auf unserer Jahreshauptversammlung im März hatten wir die Möglichkeit angeboten, „Wunschzettel“ mit Ideen und Vorschlägen zur Gestaltung an einer Pinnwand zu befestigen. In dieser Sammlung zeigt sich das enorme kreative Potenzial der Südstadt!
Ab Juli wird es eine Planungswerkstatt mit den Einwohnern geben, die die Bevölkerungsstruktur abbilden soll, die dann in die weitere Planung einfließen wird.
Frau Hillesheimer übergab das Wort an unser Vorstandsmitglied Heiko Haller, der gemeinsam mit Christian Gärtner und Dominik Wlcek die Ergebnisse eines KIT-Seminars
„Design Thinking“ zur Gestaltung des Werderplatzes ohne Parkplätze vorstellte.
Heiko Haller erläuterte zunächst diese Forschungsmethode, die dazu dient, systematisch Innovationen zu schaffen, die echte Probleme lösen.
Das „Herz der Südstadt“ soll erweitert und mehr Menschen als bisher ein liebens- und lebenswerter Aufenthaltsort werden. Die Aufgabe lautet: den Werderplatz so zu denken, dass die Bedürfnisse der unterschiedlichen Nutzergruppen berücksichtigt werden.
Eigentlich möchte man fast sagen, das Thema sei so alt wie der Werderplatz.
Es gab hierzu weit über 100 Interviews mit Südstädterinnen und Südstädtern, die die ganze Bandbreite ihrer Wünsche, Sorgen und Ideen widerspiegeln.
Insgesamt basiert die Studie auf 4 Ideen:
1. Multi-Use-Space: Mobile flexibel nutzbare Container
2. GreenSpace: Begrünter Stadtgarten mit Licht
3. Flexible & multifunktionale Fläche: bewegliche Bänke, Bühne
4. Werde(r)Art: Urbane Kunst & Aufenthaltsqualität
Im Anschluss an die Vorstellung dieser Studie gab es einen lebhaften Gedanken- und Ideenaustausch in großer Runde.
Abschließend zog Frau Hillesheimer ein ausgesprochen positives Fazit. Die rege kreative Anteilnahme an der Neu- und Umgestaltung „unseres Dorfplatzes“ sei sehr motivierend und mache Hoffnung auf gute Lösungen!
Sie bedankte sich bei Heiko Haller und seinen Mitarbeitern herzlich für die Vorstellung des Projekts.
Ebenso herzlich bedanken wir uns bei der Nehemia-Initiative, die es durch die Nutzung ihrer Räume ermöglicht hat, diesen interessanten Abend stattfinden zu lassen.
Und natürlich bei allen Gästen für ihr Kommen und ihre rege Beteiligung!
MP
