Innenhof des ehemaligen Theaters „Insel“, Wilhelmstraße 14
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Rückblick auf die Hinterhof-Führung 2026

Wie schon seit vielen Jahren gab es auch heuer wieder eine Führung durch bekannte und unbekannte, aber immer besondere Höfe der Südstadt.

Unser bewährter Südstadtführer Ottmar Huber konnte am Samstag, 9. Mai , wieder zahlreiche Interessierte am Werderplatz im Namen der Bürgergesellschaft begrüßen. Huber freute sich besonders , dass wieder viele junge Leute dabei waren. Nach einer Einführung in die Geschichte der Südstadt, der Südstadtindianer und des Indianerbrunnens ging es bereits zum ersten „kuscheligen“ Hof. Was da die Familie App/Kunert hinter dem ehemaligen kaiserlichen Postamt auf 60 m² an Garten-Idylle zustande gebracht hat, ist wirklich erstaunlich. Blumen, Sträucher, Kugeln und und und.

Nach dem Dank der Teilnehmer ging es am Südstadt-Festival vorbei zur 2. Station im Hof des ehemaligen Insel-Theaters in der Wilhelmstrasse. Ottmar Huber ging auf die Geschichte des Hauses ein (Arbeiter-Bildungsverein, Konradin-Kreutzer-Bund usw.).Das Besondere: Im Hof steht eine riesige, wunderbar blühende Kastanie, die etwa 200 Jahre alt ist und die Kinder der heutigen Kita in ihren Schutz nimmt. Schon während der Bauzeit (1862) dieses Hauses haben die Arbeiter im Schatten dieses Baumes gesessen. Der Leiterin, Frau Schwartz, wurde herzlich gedankt für diesen Einblick.

Bis zum nächsten Hof in der Nebeniusstraße konnte man die 100jährige Baugeschichte der Wilhelmstraße spüren und sehen.
Hier in der Nebeniusstraße zeigte die Familie Zefferer, wie viele Mieter ein Gartenstück nutzen können, welche Bäume gepflanzt wurden und als besonderes Hobby, wie Kleinbahnschienen und Kipploren im Garten integriert werden können.
Pflastersteine und Werkzeug transportieren, Erde von einer Stelle zur anderen bewegen, alles ist möglich. Nachdem alles bestaunt und gewürdigt war, ging es weiter zur Kirche U.L.Frau mit ihrem Baumbestand, z. B. der amerikanischen Schwarznuss und den Tulpenbäumen. Auch ein Abstecher in das Gotteshaus wurde unternommen, Huber konnte Einiges dazu berichten.

Der Garten der Familien Schach in der Augartenstraße war, wie schon seit Jahren, ein weiteres Highlight der Führung. Eine mediterrane Oase konnten die Besucher erkunden, dabei große Palmen, Feigen und Zypressen. Was mit viel Arbeit und Liebe aus einem Trümmergrundstück gemacht werden kann, wurde hier eindrücklich vorgeführt.

Zum letzten Hof in der Marienstraße war es nicht mehr weit, von Dieter Schultheiß wurde der letzte Hühnerhof der Südstadt präsentiert. Dass hier die Eier von glücklichen Hühnern gelegt werden, konnte jeder sehen. Ohne Scheu liefen sie auf dem Rasen zwischen den Besuchern umher, gackerten und legten sich in die Sandkuhle. Für die mitgekommenen Kinder war es natürlich der Höhepunkt des Tages und hier dankte dann auch Ottmar Huber den Teilnehmern für ihr kommen und allen Hofbesitzern für ihre Bereitschaft.

Auch dem Südstadtführer wurde Dank gezollt und danach ging es für manche noch zum Ausklang in den Wolf oder zum Südstadtfestival.
Eine gelungene Führung war zu Ende.

Bild: Innenhof des ehemaligen Theaters „Insel“, Wilhelmstraße 14
Fotograf: C. Schultheiß

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