Bericht zum Oktober-Bürgertreff

Am 4. Oktober 2023 fand der Bürgertreff der Bürgergesellschaft der Südstadt im Josephshaus (Nehemia-Initiative) statt. Martina Hillesheimer, 1. Vorsitzende der BGS, begrüßte die Gäste sowie den Gast-Vortragsredner, den Bauingenieur Jürgen Scherle, 1. Vorsitzender des Bürgervereins der Oststadt.

Im Vortrag “Hof-, Fassaden- und Flachdachbegrünung” erläuterte er die Hindernisse, aber auch die Vorzüge für eine Hofbegrünung und brachte positive Beispiele für eine „erträgliche“ Nachverdichtung – etwa die 1973 gebauten drei Hochhäuser im Innenhof der 1930 gebauten Häuser der GWK. Ursprünglich waren hier für die Eigenversorgung der Mieter Garten-Parzellen angelegt worden. Durch geschickte Planung konnte hier ein parkähnliches Gefüge mit Tiefgaragen entstehen. Er sprach auch die Versiegelung der Flächen an. Bei Starkregen hindern diese den Abfluss des Wassers in die Erde und überlasten somit die Kanäle, was dann zu Überschwemmungen führen kann. Daher regte er an, Grünbeete anzulegen, wo möglich Höfe zu begrünen, Hecken und Bäume zu pflanzen und Fassaden oder Dachflächen zu begrünen. Sogar Zuschüsse gibt es dafür vom städtischen Gartenbauamt. Jedoch sind diese mit Einreichung von Bauplänen verbunden und manche Anforderungen passen nicht zum Plan der Hausbewohner. Sofern also Geld vorhanden ist, was leider nicht in jedem Haushalt der Fall ist, nichts wie ran ans Gärtnern. Ein sehr gelungenes Beispiel aus der Schützenstraße stellte er vor. Ein nachträglicher Dank nochmals an Herrn Scherle für den interessanten Vortrag!

Daniel Schulz, stellvertretender Vorsitzender der BGS, berichtete im Anschluss über das Projekt „Umparken“ der Hochschulen mit Beteiligung der BGS. 50 Bewerbungen für kostenloses Parken in einer Tiefgarage für drei Monate liegen bereits vor. Leider wurde der Server der Hochschule gehackt, die Daten der Bewerber sind aber gesichert. Man kann nun gespannt sein auf das Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchung!

Das Schülerlotsenprojekt in der Südstadt-Ost ist angelaufen und wird gut angenommen. Es werden noch hilfreiche Menschen gesucht. Zum Schluss gab es noch eine Diskussion über den Lärmaktionsplan in der Stuttgarter Straße. Derzeit läuft die Fortschreibung des Plans und es gibt leider noch lange keine Ergebnisse. Es stagniert also bedauerlicherweise, und Ratlosigkeit macht sich breit.

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